Karl-Heinz Homberg: O.T.
Eins von Hundert · Ausgabe 32 · 1995

Karl-Heinz Homberg

O.T. · aus Köln

Das unbetitelte Werk entstand 1995, in einem Jahrzehnt, das für die Bildende Kunst eine Schwellenzeit im Umgang mit dem Computer markierte: Das digitale Bild emanzipierte sich zusehends vom Werkzeugstatus und wurde zum eigenständigen künstlerischen Medium. Hombergs Arbeit ist in diesem Kontext zu lesen — als früher Zeuge einer Praxis, die Algorithmus und ästhetische Entscheidung in ein neues Verhältnis setzte. Die Computergrafik öffnet dabei einen Bildraum, der weder rein konstruktiv noch illustrativ ist, sondern die spezifische Logik digitaler Formgebung sichtbar macht: Helligkeitsverläufe, Farbrasterung und geometrische Präzision, die mit analogen Mitteln kaum zu erzielen wären. Dass Homberg das Werk eigenhändig mit Bleistift signierte, verbindet das maschinell erzeugte Bild mit der körperlichen Geste des Künstlers — ein Moment, der im Kontext des Digitalen nicht zufällig wirkt, sondern Autorschaft bewusst markiert. Das Werk gehört zur limitierten Auflage von 100 Exemplaren.

TechnikComputergrafik; mit Bleistift signiert
Format30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn
Exemplar3 von 100, signiert
AusgabeNr. 32, 1995
110 €
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