Elmar Jungherz: Mondsüchtig
Eins von Hundert · Ausgabe 32 · 1995

Elmar Jungherz

Mondsüchtig · aus Köln

Der Titel »Mondsüchtig« evoziert ein Schweben zwischen Sehnsucht und Entrücktheit — ein Zustand, der dem Mond seit jeher als Bild für das Ungreifbare, das Nachthafte und die emotionale Anziehungskraft zugeschrieben wird. Das Werk aus dem Jahr 1995 verbindet in seiner Technik zwei charakteristisch unterschiedliche Medien: Die Gouache bringt eine deckende, flächige Leuchtkraft mit sich, während der Farbstift die Komposition mit linearen, zeichnerischen Qualitäten durchzieht — ein Dialog zwischen Malerei und Zeichnung, der Unmittelbarkeit und Kontrolle zugleich ermöglicht.

Elmar Jungherz (1952–2013) studierte freie Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo er unter anderem bei Bernd Koberling und Dieter Krieg ausgebildet wurde — beide Professoren stehen für eine figurative wie malerisch-expressive Tradition innerhalb der deutschen Nachkriegskunst. Jungherz lebte und arbeitete in Köln und bewegte sich in einem Werk, das zwischen figürlicher Ironie und malerischer Direktheit pendelt. Die Kombination aus Gouache und Farbstift, wie sie »Mondsüchtig« zeigt, entspricht seiner Vorliebe für zeichenhafte Geste und farbliche Verdichtung auf engem Raum. Als limitiertes Exemplar aus einer Auflage von hundert ist das Blatt ein konzentriertes Zeugnis seines Schaffens aus den mittleren neunziger Jahren.

TechnikGouache, Farbstift
Format30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn
Exemplar74 von 100, signiert
AusgabeNr. 32, 1995
110 €
mit Rahmen · zzgl. Versand
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