Hartmut Graf
»Feindbild« ist ein Titel, der 1995 — kurz nach dem Ende des Kalten Krieges und inmitten der gesellschaftlichen Debatten der frühen Nachwendezeit — eine unmittelbare politisch-kulturelle Resonanz hatte. Der Begriff bezeichnet kollektiv konstruierte Projektionsflächen, die Identität durch Abgrenzung stiften. Das Werk entstand in Hamburg, einem Kontext, in dem die konzeptuelle und politisch engagierte Kunst der 1980er und frühen 1990er Jahre fest verankert war. Ausgabe 31 der Edition versammelt Künstler:innen, die mit heterogenen Materialien und Verfahren arbeiten — von Beize und Stempel über behandeltes Papier bis zum Offset.
Da die genaue Drucktechnik unklar bleibt und über Hartmut Graf keine verlässlichen biografischen Daten vorliegen, schreibe ich den Text entsprechend den Vorgaben: formal beschreibend, ohne Halluzination.
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Der Titel trägt sein Thema offen: »Feindbild« — ein Begriff, der kollektiv konstruierte Projektionsflächen meint, durch die sich Gruppen über das Abgrenzen definieren. Das Blatt entstand 1995, in einem Moment, als solche Konstruktionen nach dem Ende des Kalten Krieges neu verhandelt wurden und ihre vermeintliche Selbstverständlichkeit verloren. Was bleibt, wenn das Feindbild wegfällt — oder sich verschiebt? Das Werk stellt diese Frage nicht illustrativ, sondern setzt sie als Titel ins Bild und überträgt die Interpretation an den Betrachter.
Hartmut Graf ist in Hamburg verortet; über seinen künstlerischen Werdegang liegen keine gesicherten Quellen vor. Das Werk entstand im Rahmen der 31. Ausgabe der Edition »Eins von Hundert«, die 1995 eine Gruppe von Künstler:innen versammelte, die mit konzeptuell aufgeladenen Verfahren arbeiteten — von Stempel und Beize bis zu Offsetdruck und behandeltem Papier. Die genaue Drucktechnik dieses Blatts ist in den vorliegenden Angaben nicht eindeutig ausgewiesen; das Format entspricht dem Editionsstandard A4, handnummeriert auf 100 Exemplare. Der konzeptuelle Impuls des Titels steht im Vordergrund.
| Technik | Feindbild |
| Format | 30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn |
| Exemplar | 17 von 100, signiert |
| Ausgabe | Nr. 31, 1995 |