Fabian Hochscheid
Das unbetitelte Blatt entstand 1993 in Köln — demselben Jahr, in dem Fabian Hochscheid gemeinsam mit Wolfgang Bous die Graphik-Edition SPORKO ins Leben rief. Die Radierung markiert damit einen Moment, in dem der Künstler das druckgrafische Medium nicht allein als Ausdrucksform, sondern auch als kuratorisches Projekt verstand: Druckgrafik als gemeinschaftliche, konzeptuell gedachte Praxis.
Hochscheid, 1959 geboren und in Köln ansässig, studierte von 1987 bis 1991 freie Kunst und freie Grafik an der Fachhochschule für Kunst und Design Köln in der Klasse von Prof. Pravoslav Sovak; ergänzend besuchte er als Gasthörer die Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Eggenschwiler. Seine Malerei bewegt sich in einer analytisch-realistischen Bildsprache; daneben zieht sich die Druckgrafik — insbesondere die Radierung — als eigenständiger Strang durch sein Werk.
Die Radierung als Technik verlangt eine präzise Auseinandersetzung mit Linie, Ton und dem Widerstand der Metallplatte. Was im Ätzprozess entsteht, lässt sich nicht zurücknehmen — jede Spur ist Entscheidung. Dass Hochscheid gerade in diesem Jahr zur Radierung greift und sie in einem Editionskontext veröffentlicht, verweist auf ein konsequentes Nachdenken über die Bedingungen des Originals in der Vervielfältigung.
| Technik | Radierung |
| Format | 30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn |
| Exemplar | 73 von 100, signiert |
| Ausgabe | Nr. 21, 1993 |