Claudia Weiler-Kühn: Formarium
Eins von Hundert · Ausgabe 22 · 1993

Claudia Weiler-Kühn

Formarium · aus Köln

Formarium — der Titel selbst ist Programm: ein gedachtes Reservoir von Formen, ein Archiv des Gestaltbaren. In dieser Arbeit von 1993 verbindet Claudia Weiler-Kühn collagierte Papierfragmente mit Graphitzeichnung zu einem dichten, schichtreichen Bildraum. Aufgefundene oder bewusst zugeschnittene Materialien treffen auf die tastende, analytische Qualität des Bleistifts — ein Dialog zwischen dem Gefundenen und dem Gezeichneten, zwischen Fläche und Linie.

Weiler-Kühn ist als Kölner Künstlerin im Bereich der papiergebundenen Arbeiten und Mischtechniken verortet. Über ihre genaue Biografie lassen sich auf der Grundlage zugänglicher Quellen keine gesicherten Angaben machen; die formalen Qualitäten des vorliegenden Werks sprechen jedoch für eine Praxis, die sich der konstruktiven Tradition des Collagierens verpflichtet fühlt — einer Methode, die seit dem frühen 20. Jahrhundert das Verhältnis von Material, Bild und Bedeutung befragt.

Die Kombination aus Collage und Graphit erlaubt es, Körper und Kontur gleichzeitig zu denken: Das Papier gibt Volumen und Textur, der Graphit artikuliert, präzisiert, ordnet. Das Werk, 1993 in Köln entstanden, ist Teil der limitierten Edition — 100 nummerierte Exemplare.

TechnikCollage, Graphit
Format30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn
Exemplar75 von 100, signiert
AusgabeNr. 22, 1993
110 €
mit Rahmen · zzgl. Versand
← Alle Werke ansehen