Peter Krabbe: Dialogfelder
Eins von Hundert · Ausgabe 22 · 1993

Peter Krabbe

Dialogfelder · aus Köln

Der Titel »Dialogfelder« legt bereits offen, worum es geht: um Flächen, die miteinander in Beziehung treten, um Zonen des Austauschs zwischen Form und Gegenform, zwischen dem Ausgeschnittenen und dem Verbleibenden. Im Scherenschnitt entsteht Bedeutung immer durch das Wechselspiel beider Seiten — das Motiv existiert nicht ohne seine Leerstelle, jede Fläche ist zugleich Antwort auf eine andere. Krabbe nutzt diese strukturelle Eigenheit der Technik und verbindet sie mit Tusche und Bleistift zu einem vielschichtigen Bildgefüge, in dem Linie und Fläche, Präzision und Geste einander kommentieren.

Peter Krabbe, 1952 in Recklinghausen geboren, studierte Freie Grafik in Köln und später Grafik-Design in Düsseldorf. Als freischaffender Künstler gehörte er zu den Mitherausgebern der Edition »Eins von Hundert« und arbeitete im Kontext der Kölner Kunstszene der 1980er und frühen 1990er Jahre. Seine Praxis bewegt sich im Spannungsfeld von konzeptueller Zeichnung und angewandter Grafik. »Dialogfelder« entstand 1993, im Jahr des Umbruchs in seiner Biografie — kurz bevor Krabbe nach Berlin übersiedelte —, und trägt in seiner Kombination aus handwerklich präzisem Scherenschnitt und zeichnerischen Mitteln die Qualitäten beider Welten in sich.

TechnikScherenschnitt, Tusche, Bleistift
Format30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn
Exemplar8 von 100, signiert
AusgabeNr. 22, 1993
110 €
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