Susanne Opheys
Das vorliegende Blatt entstand 1992 in Barcelona — einer Phase, in der Susanne Opheys ihre künstlerische Ausbildung an der Kunstschule Llotja und der Escola Massana intensiv vorantrieb. Die Arbeit verbindet Fotokopie, Collage und Filzstift zu einem mehrschichtigen Bildgefüge: Reproduzierte, maschinell vervielfältigte Vorlagen werden durch collagierte Fragmente gebrochen und mit handgeführten Filzstiftlinien überarbeitet, wodurch das mechanische Moment des Kopierten in direkten Kontrast zur gestischen Handschrift tritt. Dieser Dialog zwischen Reproduktion und individueller Spur ist charakteristisch für Positionen der frühen 1990er Jahre, die sich mit dem Status des Originals auseinandersetzten.
Susanne Opheys, Kölner Künstlerin mit langjähriger Verwurzelung im Barceloner Kunstmilieu, arbeitet schwerpunktmäßig in Malerei, Druckgrafik und Assemblage. Ihre Ausbildung an der FH Krefeld-Niederrhein sowie an mehreren Barceloner Kunstschulen — darunter der traditionsreichen Llotja, an der auch Picasso studierte — prägte einen Umgang mit Bild und Material, der figürliche Bezüge mit experimentellen Techniken verbindet. Das vorliegende Werk aus der Frühphase ihres Schaffens zeigt, wie konzeptuell präzise und handwerklich direkt sie bereits damals das Medium der Collage als eigenständige Bildsprache einsetzte.
| Technik | Fotokopie, Collage, Filzstift |
| Format | 30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn |
| Exemplar | 71 von 100, signiert |
| Ausgabe | Nr. 19, 1992 |