Gerhard Weber
Der Linolschnitt von Gerhard Weber entstand 1992 in Hamm — in einem Moment, in dem das druckgrafische Medium nach den konzeptuellen Umbrüchen der Vorjahrzehnte wieder verstärkt Aufmerksamkeit erfuhr. Die Technik des Linolschnitts lebt vom unmittelbaren Eingriff: Mit dem Messer wird Material aus der Platte getragen, das Ausgesparste bleibt weiß, das Stehende überträgt die Farbe — ein Verfahren, das Entschiedenheit verlangt und jeden Zug sichtbar macht.
Weber taucht in der Dokumentation der Edition als wiederkehrender Beitragender auf; eine zweite Arbeit von ihm erschien 1995 als Ausgabe 31. Das verweist auf eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit druckgrafischen Mitteln innerhalb des Kölner Kunstfelds der frühen 1990er-Jahre, zu dem die Edition seit 1988 Kölner und kölnnahe Künstlerinnen und Künstler versammelt.
Das vorliegende Blatt ist Exemplar aus einer auf hundert Abzüge limitierten Auflage im Format A4 — ein Originalabdruck, der die Handschrift des Druckstocks in Linienschärfe und Flächenspannung unmittelbar transportiert.
| Technik | Linolschnitt |
| Format | 30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn |
| Exemplar | 77 von 100, signiert |
| Ausgabe | Nr. 19, 1992 |