Jürgen Olbrich: Ohne Titel
Eins von Hundert · Ausgabe 30 · 1995

Jürgen Olbrich

Ohne Titel · aus Kassel

Das Werk entstand 1995 in Kassel — einem Jahr, in dem Olbrich gerade als Gastprofessor an die Universität Kassel berufen worden war und sich in der Mitte eines produktiven Jahrzehnts befand. Da das spezifische Motiv der Ausgabe Nr. 30 aus den verfügbaren Daten nicht hervorgeht, halte ich mich an die formal ableitbaren Elemente und den gesicherten künstlerischen Kontext. Hier der Beschreibungstext:

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Das Druckwerk entstand 1995 in Kassel, einer Stadt, die für Olbrich weit mehr als ein Wohnort ist: künstlerisches Zentrum, Ausgangspunkt weltweiter Netzwerke und Ort langjähriger institutioneller Verwurzelung. Im selben Jahr wurde er an die Universität Kassel als Gastprofessor berufen. Die Arbeit fügt sich in ein Schaffen ein, das von der Frage nach dem Verhältnis von Original, Kopie und Verbreitung durchzogen wird — thematisch wie technisch.

Jürgen O. Olbrich, 1955 in Bielefeld geboren, zählt zu den zentralen Figuren der deutschsprachigen Mail Art und Copy Art. Seine künstlerischen Wurzeln liegen in den Dada- und Fluxus-Bewegungen; seit 1973 erarbeitet er Serien, Editionen und Performances, die das Kopieren, Sammeln und Zirkulieren von Bildern und Texten als genuinen künstlerischen Akt begreifen. 1987 nahm er an der documenta 8 teil. Das druckgrafische Medium liegt dabei nahe: Es ermöglicht die kontrollierte Vervielfältigung — und stellt gleichzeitig die Frage, was ein Exemplar in einer Auflage von hundert bedeutet, wenn Reproduktion selbst das Sujet ist.

Format30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn
Exemplar5 von 100, signiert
AusgabeNr. 30, 1995
110 €
mit Rahmen · zzgl. Versand
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