Barbara Haiduck
Ein Blatt, das seine eigene Entstehung mit erzählt: Das 1992 in Köln entstandene Werk von Barbara Haiduck verbindet Laserdruck und Nitrodruck zu einem Verfahren, das den Bildträger selbst in die künstlerische Aussage einbezieht. Die Oberfläche zeigt die Spuren ihres Herstellungsprozesses — das Bild ist nicht allein Abbild, sondern Ergebnis einer bewusst gesteuerten materiellen Transformation.
Haiduck, 1961 geboren, studierte Künstlerische Fotografie an der GH Kassel bei Floris M. Neusüss und schloss ihr Studium an der FH Köln 1989 als Meisterschülerin von Arno Jansen ab. Ihr Werk bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen fotografischem Denken und experimenteller Druckgrafik: Mediale Gesetzmäßigkeiten werden nicht hingenommen, sondern befragt — das Trägermaterial wird zum inhaltlichen Akteur. Die Kombination aus digitalem Laserdruck und dem lösungsmittelbasierten Nitrodruck erzeugt Übergänge und Zustände, die auf Geschlossenheit und Rückkehr verweisen — auf Formen, die in sich selbst zurückfinden.
| Technik | Laserdruck, Nitrodruck |
| Format | 30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn |
| Exemplar | 30 von 100, signiert |
| Ausgabe | Nr. 20, 1992 |