Herm-Jörg Barner
Das vorliegende Blatt entstand 1990 in Köln — in einem Jahrzehnt, das die Zeichnung als eigenständiges künstlerisches Medium neu verhandelte. Die Filzstiftzeichnung verzichtet auf die Korrierbarkeit des Stifts oder die Lasur der Aquarellfarbe: Was gesetzt wird, bleibt. Diese Unmittelbarkeit prägt den Charakter des Blattes grundlegend.
Herm-Jörg Barner ist ein in Köln ansässiger Künstler, der seit den frühen 1990er-Jahren mit dem neueskunstforum köln e.V. verbunden ist — einem Ort, an dem raumbezogene und experimentelle Positionen internationaler Künstlerinnen und Künstler zusammenkommen. Barner bewegt sich im Umfeld einer auf Linie und Geste konzentrierten Zeichenpraxis; das Atelier im Alteburger Wall wurde für ihn zum kontinuierlichen Arbeitsort innerhalb der Kölner Kunstszene.
Der Filzstift als Werkzeug steht in einer direkten Verbindung zur zeichnerischen Handschrift: Der Strich ist weich, aber bestimmt, die Farbigkeit tief und satt. Im Unterschied zur druckgrafischen Reproduktion bleibt die Filzstiftzeichnung ein Original auf Papier — ein Unikat, das in der Edition »Eins von Hundert« als limitiertes Werk zugänglich gemacht wird.
| Technik | Filzstiftzeichnung |
| Format | 30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn |
| Exemplar | 39 von 100, signiert |
| Ausgabe | Nr. 9, 1990 |