Achim Riechers: O.T.
Eins von Hundert · Ausgabe 9 · 1990

Achim Riechers

O.T. · aus Köln

O.T., 1990 — ein Werk, das seine Bedeutung schon im Titel trägt: Die bewusste Verweigerung einer Benennung lenkt den Blick unmittelbar auf das Bild selbst, ohne den Umweg über Sprache. Das Entstehungsjahr 1990 markiert für Achim Riechers einen produktiven Zeitraum zwischen seinen frühen malerischen und collagierenden Arbeiten der späten 1980er Jahre und der konsequenten Hinwendung zur konzeptuellen Fotografie, für die er später bekannt wurde.

Riechers, der in Köln lebt und arbeitet, bewegt sich seit den frühen 1980er Jahren in einem breiten künstlerischen Spektrum: Malerei, Collage, Fotografie und Publikation greifen in seinem Werk ineinander. In der Kölner Kunstszene war er früh präsent — mit Ausstellungen im Kunsthaus Rhenania und internationalen Beteiligungen, etwa in Marseille und Hamburg. Als Gründer des Journals und Ausstellungsraums Richas Digest hat er sich zudem als Vermittler zwischen Kunst, Fotografie und Buchkultur positioniert. Das vorliegende Druckwerk aus dem Jahr 1990 ist im Kontext dieser frühen, experimentellen Werkphase zu lesen, in der formale und inhaltliche Offenheit kein Manko, sondern Programm sind.

Format30 × 40 cm (A4), gerahmt in Ahorn
Exemplar5 von 100, signiert
AusgabeNr. 9, 1990
110 €
mit Rahmen · zzgl. Versand
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